Reitgerte

Die Reitgerte ist ein Instrument das beherrscht werden will...

Die Reitgerte ist unter Reitern viel diskutiert. Die eine sehen sie als absolut sinnlos an, andere wiederum können mit der Gerte sensibel umgehen, und damit die Kommunikation mit dem Pferd verbessern.

Ganz wichtig ist, dass eine Reitgerte nicht in unerfahrene oder unsensible oder gar grobe Hände gehört.

Es ist kein Foltermittel, sie wird nicht zum Schlagen verwendet und sollte niemals als Peitsche auf das Pferd geschlagen werden. Dies wäre Tierquälerei. 

Eine Gerte wird als Verlängerung der Hand gesehen und kann im Training oder bei der Ausübung bestimmter Einheiten das Verständnis verbessern.

Das Pferd versteht, sofern es diese Kommunikation gelernt hat, was der Reiter möchte. 

Der Reiter muss stets einfühlsam mit der Gerte arbeiten und tippt mit dieser lediglich das Pferd an.

Es gibt im Reitsport verschiedene Reitgerten, welche alle für einen anderen Zweck verwendet werden.

Von der Springgerte über die Dressurgerte bis hin zur Reitgerte für die Bodenarbeit, gibt es viele verschiedene Varianten. 

Ob Reitanfänger, erfahrener Reiter oder Kind, die richtige Gerte kann, mit professioneller Anleitung zu deren Verwendung, ein gutes Kommunikationsmittel darstellen.

Welche Länge muss die Reitgerte haben?

Die Länge der Gerte richtet sich nach der Armlänge des Reiters, der Pferdelänge vom Widerrist zum Pferdehintern sowie dem Einsatzzweck. Das Innere der Gerten besteht in der Regel aus einem biegsamen Fiberglas, welches mit Kunststoff ummantelt ist.

Beim Springreiten kommen kürzere, so genannten Springgerten zum Einsatz. Diese haben auch eine andere Endung, als vergleichsweise Dressurgerten. Diese sind überdies auch länger als die klassische Springgerte. Neben diesen Unterschieden gibt es natürlich noch viele unterschiedliche Designs der Gerte selbst und ihrem Griff.

Hier können Strasssteine, Lederelemente, Gel und viele andere Dinge zu finden sein. Was das betrifft, entscheidet der Geschmack des Reiters, für welchen Stil er sich dann am Ende entscheidet.

Reitgerte

Reitgerte

Zuvor allerdings, muss die Auswahl eingeschränkt sein:

  • Wird das Produkt für das Training oder den Wettbewerb genutzt?
  • Handelt es sich um das Dressurreiten oder das Springreiten?

 Grundsätzlich wird eine solche Gerte als Unterstützung der treibenden Hilfen eingesetzt. 

Wer an Turnieren teilnehmen möchte, muss die entsprechenden Reglements berücksichtigen. Denn hier sind Gerten nur bis zu einer maximalen Länge, je Sportart, erlaubt.

Das Material ist übrigens unterschiedlich biegsam. Der Reiter kann dieses Biegsamkeit prüfen, in dem er die Gerte in eine Hand nimmt und sie leicht auf und ab wippen lässt. Je nachdem wie weit sie ausfedert, desto biegsamer oder steifer ist sie.

An einigen Reitgerten befindet sich eine Handschlaufe. Moderne Produkte verfügen über einen ergonomischen Griff, der gut in der Hand des Reiters liegt. Zudem verfügen sie oftmals auch über eine Rutschfestigkeit.

Kaum zu glauben, aber der Markt der Reitergerte hat sich in den letzten Jahren sehr stark verändert.

Am unteren Ende der Reitgerte befindet sich entweder eine Lasche, die auch Schlag genannt wird, oder eine Schnur. Beim Springreiten werden Springgerten ab ca. 50 cm eingesetzt. 

Das Dressurreiten wird mit Gerten in einer Länge von 1,10 m bis 1,20 m begleitet.

Bei Turnieren nach der LPO (Leistungsprüfungsordnung) dürfen Springgerten inklusive Schlag maximal 75 cm haben und eine Dressurgerte inklusive Schlag höchstens 120 cm lang sein.

Welche Unterschiede gibt es bei der Reitgerte?

Generell gibt es die oben genannten Unterschiede. Also, ob die Gerte für das Springreiten oder die Dressur verwendet wird.

Dazu kommen Gerten, welche etwas länger sind, als herkömmliche Dressurgerten. 

Diese werden dann zur Bodenarbeit oder zum Training von speziellen Übungen oder Bewegungsabläufen verwendet.

Dazu kommen Kinderreitgerten, welche natürlich nicht nur kürzer sind, sondern sehr bunt und liebevoll gestaltet sein können. 

Sie sind speziell an die Kinderhände angepasst und haben daher eine kürzeren und schmaleren Griff.

Am Schlag befindet sich meist keine einfache Schlaufe oder Klatsche, sondern Sterne, Einhörner oder andere Motive. 

Dies soll auch das Verhalten der Kinder schulen, die mit einem liebevoll designten Produkt sanfter umgehen. Betont werden muss noch einmal, dass eine Reitgerte fein eingesetzt wird und nicht als Mittel zum Schlagen des Tieres verwendet werden.

Der Gerteneinsatz kann an verschiedenen Körperregionen des Pferdes erfolgen. Üblicherweise wird dieser aber an der Flanke des Pferdes angewendet.

Dabei ist eine ruhige und sanfte Hand wichtig. Eine weitere Kategorie der Trainingsinstrumente ist die Longierpeitsche. Sie zählt im weitesten Sinne zu den Gerten und wird für die Longierarbeit mit dem Pferd verwendet.

Sie kann auch zum Freispringen oder Freilaufen eingesetzt werden, um dem Pferd Rahmen zu geben und Impulse zu setzen.

Auch hier wird das Tier niemals angepeitscht oder geschlagen. Die Peitsche wird nur um das Pferd herum verwendet und berührt das Tier nicht.

Eine Longierpeitsche hat üblicherweise eine Länge von 1,80 m bis zu 2,50 m.

Wie wird die Reitgerte eingesetzt?

Es wurde nun schon mehrmals betont, dass die Gerte nicht zum Schlagen entwickelt wurde, sondern fein und sensibel eingesetzt wird.

Umso mehr fragen sich vor allem Anfänger und Unerfahrene, wie dann die Reitgerte zu verwenden ist.

Die Gerte liegt ruhig in der Hand, während der Daumen die Gerte umschließt und dabei dachförmig über die Zügel gelegt wird.

Er befindet sich NICHT auf der Gerte, was vor allem Reiteinsteiger sehr oft falsch machen. Das Handgelenk muss aber beweglich und flexibel bleiben, sodass der Daumen hier entsprechend anders zu legen ist.

Darüber hinaus fixiert er so die Zügel. Das obere Teil der Gerte, also der Knopf des Griffes, zeigt aus der Hand heraus.

Die Gertenlänge liegt schräg über dem Oberschenkel des Reiters und zeigt nach unten. Die Reitgerte wird nur zum sanften touchieren, direkt hinter dem Oberschenkel, eingesetzt.

Dabei wird aber das Maul nicht gestört, das heißt, dass wirklich eine sanfte Bewegung erfolgt.

Bei der Dressur wird auch hin und wieder die Schulter des Pferdes berührt. Dies dient zur Steigerung der Aufmerksamkeit.

Der Einsatz der Reitgerte muss immer der Sensibilität des Pferdes angepasst und angemessen sein.

Die richtige Handhabung ist von einem hohen Maß an Feingefühl des Reiters abhängig.

Ein falscher Einsatz kann zum Scheuen oder Ausbrechend es Tieres führen. Zudem kann es zu Missverständnissen kommen, wenn die Gerte falsch verwendet wird.

Kurz und präzise, dabei sensibel und klar. So sollte die Reitgerte genutzt werden.

Sie ist ein Instrument zur Hilfengebung und soll so die Kommunikation zwischen Reiter und Pferd optimieren und unterstützen. 

Eine Gerte wird niemals als Schlagwerkzeug eingesetzt und sollte niemals unbeherrscht verwendet werden.

Die Reitgerte wird so elastisch angelegt, wie der Beindruck des vortreibenden Schenkels.

Die richtige Reitgerte auswählen

Generell sollte die Gerte gut in der Hand liegen und diese nicht beschweren oder ermüden.

Der Arm muss beweglich bleiben und die Hand geschmeidig. Sie darf auf keinen Fall verkrampfen.

Die passende Reitgerte ist leicht genug, um diesen Attributen gerecht zu werden.

Auf der anderen Seite muss sie aber auch so fest genug gehalten werden können, dass sie nicht willkürlich herum schwingt oder wippt.

Je nachdem, ob es eine Spring- oder Dressurgerte sein soll, gibt es für jedes Budget die passende Variante.

MacTack Dressur Reitgerte


Ein mittelpreisiges Modell ist die MacTack Dressur Reitgerte.


Diese Dressurreitgerte ist mit einem hochwertigen Non-Slip Gummigriff ausgestattet und mit einem feinen Gewebe ummantelt.


Sie hat einen klassischen Look und kann so vielseitig verwendet werden.


Dublin Reitgerte


Eine weitere Variante im mittleren Preisniveau ist die Dublin Reitgerte. Der Gelgriff ist besonders im Trend derzeit.


Der Grund dafür ist, dass er einen möglichen Druck oder eine Verkrampfung aus der Hand nimmt. 


Zudem bietet der Griff einen angenehmen Komfort sowie einen guten Halt.


Darüber hinaus ist sie in verschiedenen Farben erhältlich.


Diese Gerte hat eine Länge von 65 cm und gehört damit zu den kürzeren Ausführungen. Sie kann auch für das Springtraining eingesetzt werden.

Fleck - Dressurgerte mit Swarovski-Crystals


Eine High-End Gerte der obersten Kategorie ist dieses Modell.


Sie gilt als sehr luxuriös, da sie mit einem hochwertigen Swarovski-Nubuk-Griff und pilzförmigen Knopf, welcher einen großen Swarovski-Crystal.


Diese Reitgerte liegt ausgezeichnet in der Hand und verfügt über eine sehr lange Lebensdauer, Strapazierfähigkeit und Robustheit.


Ein absolutes Profi-Produkt, das durch eine hohe Performance ausgezeichnet wird.

HySCHOOL Leder Reitgerte Schwarz


Aus dem oberen Preisbereich ist auch die HySCHOOL Leder Reitgerte in schwarz.


Sie verfügt über ein geflochtenes Design, einen perfekt harmonisch darauf abgestimmten Ledergriff sowie einen hochwertigen Leder-Schlag.


Dieses Produkt besteht zu 100 % aus Leder und ist daher sehr robust und langlebig

Tipp: Selbstverständlich geht es auch deutlich günstiger, wie dieses Modell beweist.

HySCHOOL Metallic Reitgerte


Deutlich günstiger gibt es Gerten natürlich auch. 


Ein Modell, das sowohl eine gute Leistung als auch einen guten Preis bieten kann ist die HySCHOOL Metallic Reitgerte.


Sie ist in verschiedenen Farben erhältlich und besteht aus einem zweifarbigen Spiralgeflecht.


Das zusätzliche Metallgeflecht sorgt für Stabilität und optische Reize. 


Der Griff ist stets farblich abgestimmt und wird durch den Schlag und die Schlaufe ergänzt.


Diese Gerte besteht aus 100 % Leder und sollte nur trocken gereinigt werden.

Dublin Herz Reitgerte


Ein günstiges Modell, das vor allem junge Reiterinnen überzeugt ist die Dublin Herz Reitgerte.


Das hübsche Herz-Design wird durch einen passenden Griff mit Schlaufe ergänzt.


Der Drehgriff besteht aus hochwertigem Gummi.


Das Produkt ist 100 % synthetisch. Diese Gerte ist auch für Anfänger geeignet.

Reitgerte bitte nur, wer sie beherrscht (Fazit)

Die Grundregel einer jeden Gerte ist es, dass sie beherrscht wird. Damit soll nämlich nicht das Pferd gezüchtigt oder gar beherrscht werden.


Sie ist eher wie eine Art Fernbedingung zu sehen. Profis nutzen die Reitgerte, welche bei ihnen perfekt in der Hand liegt und kaum spürbar ist. Sie wird wohldosiert eingesetzt.


Sollte die Gerte einmal abgeknickt worden sein, so ist sie nicht mehr zu gebrauchen.


Sie hat dann einen Riss in der Mitte und kann nicht mehr richtig genutzt werden. In diesem Fall muss sie erneuert werden. 


Moderne Produkte sind flexibel genug, sodass sie sogar einen Sturz, oder einen Huf aushalten können.


Dennoch sollte in so einem Fall, beispielsweise wenn das Pferd aus Versehen darauf stand, die Gerte überprüft werden, ob sie noch intakt ist. 


Ist dies nicht der Fall, muss sie leider ausgetauscht werden. Billig verarbeitetes Material kann übrigens mit der Zeit porös werden und bersten. Dies ist dann erkennbar, wenn Fasern des Fiberglases durch die Ummantelung ragen.


Hin und wieder kommt es auch vor, dass der Mantel reißt oder sich der Stoff auflöst.


Auch in diesen Fällen muss dann einen neue Reitgerte besorgt werden. Dank der großen Auswahl macht dies heut zu Tage sehr viel Spaß. Somit ist sicherlich das ideale Produkt für jeden Reiter vorhanden.

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